...
Ich habe jetzt schon länger ein ziemlich großes Panoramabild vom Times Square in New York über meinem Bett hängen und hab es mir hauptsächlich deswegen gekauft weil ich Großstädte liebe, und ich diese ganzen Farben unglaublich faszinierend finde. Als ich mir das Bild vorhin aber wieder angeschaut habe, hab ich mir ein paar Gedanken darüber gemacht. Ich finde die vielen Neonreklamen wirklich lustig, wenn man sich überlegt, dass sie einander in den Schatten stellen sollen. Sie wollen einander an Größe und Farben überbieten, was aber am Ende dazu führt, dass man sich sowieso nicht mehr auskennt. Ich habe auch darüber nachgedacht wie man wirklich aus so einer Menge von Werbung herausstechen kann. Es ist nicht leicht von etwas abzulenken, das riesengroß ist, blinkt und einem genau vorm Gesicht hängt. Vielleicht sollte man es mal mit etwas in die genau andere Richtung probieren. Was mir auffällt, wenn ich an diesen Reklamewänden in Wien vorbei gehe, fallen mir meistens die auf, die einfärbig und leer sind. Wahrscheinlich aus dem einfachen Grund weil es sich von den vollgestopften Plakaten abhebt. Am Times Square stelle ich mir das aber dann doch etwas schwerer vor, denn erstens braucht man eine Farbe, die sich ebenfalls von den Farben der anderen Reklamen abhebt und so viele gibt es dann auch nicht, und zweitens muss es groß genug sein, damit Menschen in dem Reklamemeer dieses einfärbige Loch auch wirklich wahrnehmen können.
wsxedcrfvtgbzhn - 24. Mrz, 20:02

Prof. Prinz